Vorräte (Gas- und Ölvorräte) sind die Menge der Bodenschätze im Erdinneren, die mit den Ergebnissen der geologischen Erkundungsarbeiten und im Prozess der Erschließung ermittelt wurden.

Die Vorräte werden in Volumen- und Gewichtseinheiten gemessen: Erdgas – m3, Erdöl – t, Gaskondensat – g/m3. Die Sicherheit der Vorratsermittlung hängt vom Schwierigkeitsgrad des Berechnungsobjektaufbaus, vom Umfang der durchgeführten geologischen Erkundungsarbeiten und deren Feinheitsgrad ab. Die Vorräte zeichnen sich durch unterschiedlichen Grad an Wirtschaftlichkeit bei der Förderung, Verarbeitung und Verwendung aus, der durch die Lage des Vorkommens, seine Ausmaße, den Schwierigkeitsgrad der Gebirgs- und Lagerungsverhältnisse bei der Erschließung und andere Natur- und wirtschaftlich-technische Bedingungen beeinflusst wird.

Die erste Einstufung der Vorräte wurde in der ehemaligen UdSSR 1928 durch eine Kommission des Geologischen Komitees ausgearbeitet. Die Vorräte wurden gemäß dem Grundsatz der Glaubwürdigkeit (des Erforschungsgrades) in drei Kategorien eingeteilt:

  • A – aufbereitete Vorräte;
  • B – erkundete Vorräte;
  • C – voraussichtliche Vorräte.

Die sich ändernden Verhältnisse brachten Veränderungen der Einstufung von Vorräten mit sich. Dabei wurden die Anforderungen an einzelne Kategorien der Vorräte immer konkreter. Es wurden die Anforderungen an die Vorräte der unteren Kategorien verschärft, damit diese bei der Planung der Vorkommenserschließung und bei der Begründung der Investitionen eingesetzt werden konnten. Die Vorräte oberster Kategorien spielten allmählich eine geringere Rolle, in die Einstufung wurden nichterkundete Erdöl- und Gasressourcen einbezogen. Die Entwicklung neuer Einstufungssysteme verstärkte die Glaubwürdigkeit der Vorräte, förderte die Beschleunigung der Erkundungsarbeiten und die Reduzierung der Kosten für die Aufbereitung der Vorräte zur industriellen Verwendung.